Superfoods von supernah dran
Heimische Superfoods sind wahre Multitalente. Grünkohl, Leinsamen, Johannisbeeren und Co. überzeugen nicht nur als Nährstoffbomben, die locker mit den Exoten vom anderen Ende der Welt mithalten können. Regionales Gemüse und Obst schonen die Umwelt und das Klima. Schließlich reisen sie nicht um die ganze Welt, um auf unserem Teller zu landen.
Einen Großteil unserer Superfoods wie die Spirulina Alge bauen wir selbst an. Rohware, die wir aus dem europäischen Ausland beziehen, kennzeichnen wir entsprechend. Die Weiterverarbeitung liegt in unserer Hand. So sind wir in der Lage, höchste Qualitätsstandards zu erfüllen und frische Produkte zu liefern.
Warum Pulver und Kapseln?
Viele unserer Superfoods kommen in Pulverform oder als Kapseln daher. Ein großer Vorteil ist hierbei die ganzjährige Verfügbarkeit! Grünkohl wird beispielsweise in den Wintermonaten geerntet und kommt traditionell frisch auf den Teller. Als Pulver oder Kapsel kann das Superfood aber auch außerhalb der Saison verzehrt werden. Mit unseren Naturprodukten versorgst du deinen Körper auch zwischendurch mit wichtigen Nährstoffen – vor allem, wenn es im stressigen Alltag schnell gehen muss.
Hier bekommst du einen Überblick über die Lüttge-Superfoods und darüber, was sie alles können.
Spirulina Alge – Die Kraft der Superalge
Die Mikroalge Spirulina gehört zu den ältesten Lebewesen auf unserem Planeten. Bereits seit über 3,5 Millionen Jahren existiert die Blaualge auf der Erde. Ursprünglich stammt sie aus tropischen Gebieten in Südoastasien, Mittelamerika oder Afrika. Dort gehört sie seit mehreren hundert Jahren auf den Speiseplan der Menschen. Obwohl sie Photosynthese betreibt, gehört sie nicht zu den Pflanzen, sondern zur Familie der Cyanobakterien. Ihren Namen verdankt die winzige Alge ihrem spiralförmigen Aussehen.
Agri Nova ist es gelungen, die Spirulina in Deutschland zu kultivieren. Wir verarbeiten sie zu feinem Algenpulver und zu Krümeln, die perfekt ins Müsli oder zum Salat passen. Überhaupt: Spirulina kann vielfältig in der Küche eingesetzt werden und passt sowohl zu süßen Naschereien als auch zu deftigen Gerichten.
Durch unser spezielles Anbau-, Ernte- und Trocknungsverfahren bleiben die Inhaltsstoffe im Algenpulver erhalten. Und die können sich sehen lassen:
· _Hoher Proteingehalt mit zahlreichen essenziellen Aminosäuren
· _Mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Gamma-Linolensäure und Linolsäure
· _hoher Gehalt an pflanzlichem Eisen
· _zahlreiche Vitamine und wichtige Ballaststoffe
Grünkohl – der König des Kohls
Im Norden Deutschlands kommt in den Wintermonaten traditionell Grünkohl auf den Tisch. Und zwar als deftige Hausmannskost zusammen mit Kartoffeln, Pinkelwurst und Kasseler.
Inzwischen zählt Grünkohl zum Trendgemüse und wird aufgrund seiner Nährstoffe und positiven Eigenschaften weltweit geschätzt.
Unser Grünkohl wird in Niedersachsen auf dem Hof Cordes angebaut. Das Saatgut stammt aus eigener Züchtung. Nach der Ernte werden die jungen Blattsprossen schonend getrocknet und zu Pulver vermahlen.
Das steckt drin:
· _Hoher Gehalt an Lutein und Zeaxanthin (Carotinoide)
· _Kalium
· _Vitamine (Vitamin K, Vitamin C, Vitamin A (Beta-Carotin)
· _Calcium
Wildkohl – Der wilde Ursprung
Anfang der 1990er Jahre begann unser Seniorchef Rudolf Cordes in seinem Gartenbaubetrieb in Niedersachsen verschiedene Kohlsorten zu kreuzen. Das Ziel war eine Kohlkreuzung mit möglichst hohen Gehalten an Glucosinolaten, auch bekannt als Senföle.
Durch langwierige Rückkreuzungen entstanden Brassica-Varietäten mit hohem Wildformcharakter. Unser Wildkohl Brassica Nr. 2 ist eine Kreuzung aus Brokkoli, Grünkohl und Rosenkohl. Optisch ähnelt diese Urpflanze dem Grünkohl.
Wir verarbeiten ausschließlich die Keimlinge dieser Sorte. Und darauf kommt es an: Keimlinge besitzen den höchsten Gehalt an Glucosinolaten. Nach der Ernte werden sie schonend getrocknet und vermahlen. Etwa 3 g Pulver enthält so viel Glucosinolat wie 300-400 g roher Brokkoli. Das sind in 0,80-0,90 mg Sulforaphan (unterliegt natürlichen Schwankungen).
Doch was sind eigentlich Glucosinolate und Sulforaphan?
Glucosinolate (Senföle bzw. Senfglykoside) sind sekundäre Pflanzenstoffe. Sie kommen überwiegend in Pflanzen der Familie Kreuzblütler (Brassicacae) vor. Im Körper werden Glucosinolate unter anderem in Sulforaphan umgewandelt.
Der Glucosinolat-Gehalt in Wildformen kann den Gehalt in Züchtungen um den Faktor 1000 überschreiten. Durch Kochen bzw. Erhitzen von Kohlgemüse geht ein Großteil des Glucosinolats verloren (35-60 %), weshalb das Gemüse möglichst roh verzehrt werden sollte.
Durch den hohen Gehalt an Senfölen hat das Pulver ein typisches Kohlaroma: Eine würzig-süße Schärfe. Dadurch eignet es sich auch gut zum Würzen und Verfeinern verschiedener Gerichte.
Himbeernuss - Das unterschätzte Potenzial mit wertvoller Ellagsäure
Himbeernüsse, das sind die kleinen Samen der Himbeere, die der Frucht ihre wellige Struktur geben. Strenggenommen ist die Himbeere keine Beere, sondern eine Sammelsteinfrucht. Eine einzelne Himbeere besteht aus vielen kleinen Steinfrüchten mit eigenem Kern. Das erklärt, warum Himbeeren so viele Kerne enthalten. Und an genau die wollen wir ran! Dafür trennen wir die Himbeernüsse vom Fruchtfleisch. Anschließend werden die kleinen Samen schonend getrocknet und gemahlen.
Neben der wertvollen Ellagsäure punktet Lüttge Himbeernuss mit einem hohen Gehalt an Ballaststoffen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
Wenn du in der Küche frische oder gefrorene Himbeeren verwendest, solltest du möglichst darauf verzichten, Himbeeren zu entkernen. Denn die ganze Power steckt in den kleinen Kernen.
Leinsamen – Raus aus dem Schattendasein
Im Vergleich zu Chiasamen, dem Trend-Superfood aus Asien, fristen Leinsamen hierzulande oft noch ein Schattendasein. Zu Unrecht: Die Samen der Leinpflanze, und besonders ihre Schale, enthalten wertvolle Inhaltsstoffe für eine ausgewogene Ernährung. Sie gehören obendrein zu den heimischen Superfoods.
Die Leinpflanze, auch bekannt als gemeiner Lein oder Flachs, zählt zu den ältesten Nutz- und Heilpflanzen der Menschheit. Sie wurde bereits vor 5000 Jahren kultiviert und ist besonders im europäischen und eurasischen Raum verbreitet. Bis ins 18. Jahrhundert war sie der wichtigste Textilrohstoff.
Als Heilpflanze ist Lein seit der Antike bekannt – bis heute: Im Jahr 2005 wurde Lein zur Heilpflanze des Jahres gekürt.
Das macht Leinsaat so gesund:
· _Reich an Ballaststoffen
· _Hoher Proteingehalt
· _Lieferant für ungesättigte Fettsäuren wie Omega-3-Säure oder Omega-6-Säure
· _Viele Vitamine und Mineralstoffe, z.B. Vitamin E, C, A, K, Magnesium und Eisen
Leinsamen gibt es in zwei Formen. Du kannst die ganzen Samen oder geschrotete Leinsamen verzehren. Geschrotete Samen sind grob zerkleinert, so dass ihre Schale schon aufgebrochen wurde. Dadurch kommt dein Körper leichter an die wertvollen Inhaltsstoffe ran. Ob geschrotet oder ganz: Leinsamen sollten immer mit viel Flüssigkeit eingenommen werden.
Buchweizenkerne – Das angesagte Pseudogetreide
Drin ist, was draufsteht? Nicht beim Buchweizen – und das ist einer seiner großen Vorteile. Denn beim Buchweizen handelt es sich um ein Pseudogetreide, das ähnlich wie Getreide verwendet werden kann. Damit punktet er bei Menschen mit Glutenunverträglichkeit, der so genannten Zöliakie. Doch nicht nur wer sich glutenfrei ernährt und einen Ersatz für Weizenmehl sucht, sollte zum Buchweizen(mehl) greifen.
Was früher als „Arme-Leute-Essen“ galt, avancierte im Laufe der Zeit zu einem angesagten Nahrungsmittel. Denn die Inhaltsstoffe des Buchweizens können sich sehen lassen. Vor allem ein Blick auf Vitamine und Mineralien lohnt sich – und hier zeigt sich auch der Unterschied zum Getreide.
Das steckt drin:
· _hochwertiges Eiweiß (10 g Eiweiß/100 g Buchweizen)
· _ausgewogener Mineralstoff-Mix aus Magnesium, Kalium und Eisen
· _viel Vitamin A, B, E und K
· _hoher Anteil an Lysin
· _Außerdem: reich an Kieselsäure, Beta-Carotin, Folsäure, Zink und Fluor
Buchweizenkerne sind geschält und ungeschält erhältlich. Ungeschälte Kerne sollten heiß gewaschen werden, da die Schale einen Farbstoff enthält, der im Extremfall die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht. Kinder sollten am besten ganz auf die ungeschälten Körner verzichten.
Wir verwenden für unsere Toppings geröstete Buchweizenkerne mit dem unverwechselbar nussigen Geschmack.
Hanfsamen – Kleine Alleskönner
Hanfsamen werden seit einigen Jahren immer beliebter. Vor allem in der veganen oder vegetarischen Küche sind die kleinen Alleskönner angesagt. Kein Wunder, überzeugt doch besonders der hohe Proteingehalt, der mit dem von Erdnüssen oder Mandeln vergleichbar ist. Obendrein sind die kleinen Samen des Faserhanfs reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Omega-3 und Omega 6.
Das steckt drin:
· _Pflanzliches Protein
· _Mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Omega 3 und Omega 6
· _B-Vitamine (B1, B2), Vitamin E
· _Viele Ballaststoffe
· _Spurenelemente (z.B. Calcium, Magnesium, Eisen und Kalium)
Die Samen stammen übrigens vom Nutz- bzw. Faserhanf. Nur dieser darf für Lebensmittel verwendet werden und enthält nur einen verschwindend geringen Anteil an THC – der Stoff, der beim indischen Hanf für die berauschende Wirkung sorgt. Der Faserhanf trat in den 1990er Jahren seinen Siegeszug in Europa an. Inzwischen gibt es zahlreiche Produkte, die Nutzhanf enthalten, darunter Kleidung, Hanföle und Getränke. Ein echter Alleskönner eben.
Für unsere Toppings nehmen wir geröstete Hanfsamen, die einen unverwechselbaren nussigen Geschmack haben.